Umgestalten des Schulgartens an der Grundschule Loiching

Vom Gemüse- und Blumenbeet zum Lese- und aktiven Studierplatz

Einnahmen aus dem Lesemarathon 2008 machen Neuinvestitionen möglich Vernetzung zwischen Lehrern, Eltern, Gemeinde, Vereine lassen einen einzigartigen Freiluft – Lernort zum Wohle unserer Kinder entstehen Dank für alle bisherigen Spenden und ehrenamtliche Einsätze von Eltern und Vereinen (siehe Bildergalerie).

An der nordwestlichen Ecke unseres Schulgebäudes angrenzend befindet sich ein abgezäunter Bereich, der als Schulgarten gestaltet ist. Es befinden sich in diesem Bereich ein Teich, 2 Apfelbäume, einige Sträucher und Büsche ( Hollunder, Hartriegel, Bux). Der Zaun im Nordosten ist zur Hälfte von einer Buchenhecke bewachsen. Freie Flächen sind teilweise als Klassenbeete vorgesehen sowie mit Rasen bedeckt. In der Nordwestecke des Gartens befindet sich ein Pavillon, der für Kinder einer Klasse Sitzgelegenheit bietet.

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass eine Nutzung des Schulgartens mit Bepflanzung von Klassenbeeten kaum durchführbar ist. Das Schulhaus ist freistehend abseits der nächsten Siedlungen. Eine Gartenpflege über das Wochenende oder in den Ferien zeigt sich stets problematisch. Mühsam angebautes Gemüse oder Blumen können nicht ausreichend gepflegt werden. Häufig fällt die Erntezeit in die Ferienzeit. Auch die Flächen um Kinder wirklich werkeln zu lassen sind für eine ganze Klasse mit durchschn. 25 Kindern zu klein und deshalb für alle Beteiligten sehr unbefriedigend.

Den Kindern macht jedoch der Aufenthalt im Schulgartengelände großen Spaß. Deshalb gilt es den Garten so zu gestalten, dass er mit Ruhe- und Studierplätzen für einzelne Schüler oder Kleingruppen ausgestattet wird. Dabei soll der Fokus darauf gerichtet sein, den Kindern eine Möglichkeit zu geben, unter verschiedensten Blickwinkeln heraus individuelle Wahrnehmungen machen zu können. Stille Beobachtungen, studieren von Sachtexten, kleine Versuche oder einfach das Versinken in ein Geschichtenbuch soll an verschiedenen Orten mit folgenden Themen ermöglicht werden:

  • Jahreszeiten „Unter dem Apfelbaum“
  • Insekten „Vor dem Insektenhotel“
  • Vögel „Im Vogelnest hoch über dem Hollerbusch“
  • Pflanzen und Tiere der Hecke
  • Pflanzen und Tiere im und am Teich
  • Pflanzen und Tiere der Wiese
  • Beeren und Früchte „Marmeladengarten“

Das entsprechende Material für die Hand der Kinder wird von den Lehrern in jeweiligen Themenkisten zusammengestellt. Es erstreckt sich von neuen Büchern (Anschaffung durch Mittel aus dem Lesemarathon), Heften, Spielen, Beschreibung von Beobachtungs- und Arbeitsaufträgen bis hin zu Versuchsmaterialien.

Jedes Thema ist somit eine Wiederholung mit Vertiefung und Ausweitung von Themen aus dem Heimat- und Sachunterricht. Sachzusammenhänge werden erkennbar.

Durch handelndes Tun und dem originalen Ort der Thematik nehmen die Kinder ihre Erkenntnisse und Erfahrungen mit allen Sinnen wahr. Somit findet nachhaltiges Lernen statt.

Was uns Freude bereitet, wollen wir immer wieder wiederholen.
Vielleicht gelingt es uns durch diese Studienplätze im Schulgarten den Kindern die Liebe zur Natur einzupflanzen, die Neugier, sie zu erforschen und zu verstehen. Dann ist unsere Erde in Zukunft in gute Hände gelegt., denn:

Was man kennt, das schützt man auch!

Die alten Lakota waren weise:
Sie wussten, dass das Herz eines Menschen, der sich der Natur entfremdet, hart wird; sie wussten, dass mangelnde Ehrfurcht vor allem Lebendigen und allem, was da wächst, bald auch die Ehrfurcht vor dem Menschen absterben lässt. Deshalb war der Einfluss der Natur, die den jungen Menschen feinfühlig machte, ein wichtiger Bestandteil ihrer Erziehung.
(Luther Standing Bear)

Diesen Text verfasste unsere Konrektorin Frau Christa Weinzierl

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